2021 - rsg neunkirchen am brand
- teilnahme beim radrennen - jedermanntour

sonntag 29. august 2021:
nürnberg hauptmarkt - fränkische schweiz - nürnberg opernplatz 108km

während der corona-pandemie gab es wenig radsporttermine. die deutschlandtour 2020 mit ziel im frankenland wurde auf das jahr 2021 verschoben. mein sommerurlaub wurde in diesem jahr gestrichen und so konnte ich am jedermannrennen der deutschlandtour mit start und ziel in nürnberg teilnehmen.
die lange runde - 108km/1500hm - der jedermanntour vom hauptmarkt in nürnberg führte in die fränkische schweiz, durchs trubachtal bis egloffstein, über den rödlaser berg direkt durch neunkirchen am brand (unserem heimatort), nach kalchreuth und durch den reichswald zurück, um den nürnberger flughafen, den burgberg von norden hinauf zum ziel am opernplatz.
da gab es keine ausrede! die teilnahme am radrennen war das pflichtprogramm im zweiten coronajahr 2021!

der erste eindruck:

die streckenführung war bekannt gegeben und so testete ich mitte mai (pfingstsonntag) den streckenverlauf im voraus im alleingang.
von neunkirchen fuhr ich über kleinsendelbach, kleingeschaidt, tauchersreuth und oedenberg zur rennstrecke zwischen behringersdorf und kurz vor güntersbühl.

das kennenlernen der rennradstrecke fand statt.

streckenprofil die kennenlernrunde zum jedermannradrennen hatte es in sich!

und das ergebnis hatte es in sich! nach dem rödlaser berg wollte ich ursprünlich noch nach kalchreuth hochfahren um die gesamtlänge der strecke mit ca 108 km sowie allen anstiegen zu absolvieren. aber in neunkirchen war schluß! nichts ging mehr! euphorie vorbei ernüchterung pur! "rien ne va plus!"
nach ca. 85 km mit 20,4km/h fertig!
sehr weit weg von den teilnahmebedingungen! jetzt wusste ich warum sich kein kollege aus neunkirchen mittraute.


aus den original teilnahmebedingungen:

17 durchschnittsgeschwindigkeit

der erwartete maximale durchschnitt darf 42 km/h nicht überschreiten.
der mindestdurchschnitt ist inkl. aller verpflegungspausen:

  • jedermann tour lang mindestens 25 km/h*
  • jedermann tour kurz mindestens 23 km/h*
  • jedermann tour ride mindestens 23 km/h*

*relevant sind die cut-off-zeiten (werden in den zeitplänen veröffentlicht).


das training:

seit dem pfingstwochenende gab es kein zurück mehr. die touranmeldung war erfolgt, die familie und die sportkollegen wurden eingeweiht. ab ende mai bereitete ich mich konzentriert auf dieses neue rennradabenteuer vor.
unter der woche ruhige einheiten und am wochenende ging es auf die strecke der jedermanntour, sie liegt ja vor meiner haustür.

der nürnberger radsportverein - schleudergang - bot gemeinsame trainings für jedermann mit verpflegung und servicebegleitfahrzeug an. dies war mir sehr willkommen. ich kannte die truppe weil ich schon bei der legendären "tour de franken" mitgeradelt bin und so war ich unter gleichgesinnten. die anstrengende runde radelte sich in der gemeinschaft kurzweiliger.

startaufstellung startaufstellung zur ersten trainingsrunde für die jedermanntour 2021. training mit guide trainiert wurde bei jedem wetter, natürlich nur mit guter laune, wie man sieht.

letzte vorbereitungen:

die letzten zwei trainingswochen sind bekanntlich die schönsten. ich musste keine harten intervalle mehr fahren.
von neunkirchen zum hauptmarkt in nürnberg sind es lediglich 20km (ca.) mit dem kalchreuther berg (140hm) dazwischen. genau die richtige distanz um sich am renntag warmzufahren.

diese anfahrt konnte ich am vortag des radrennens sehr gut testen. mit ruhigem puls rollte ich zum abholen der startunterlagen und stellte mich geduldig in der langen schlange an. es ergab sich ein pläuschchen mit einem mitstreiter den ich am renntag auf der strecke zufällig noch einmal sah und wir uns alles gute wünschten. bei der unterlagenausgabe musste ich meinen "corona-status" (2g) angeben und mich ausweisen.

startunterlagenschlage in der langen schlange am vortag vor dem schönen brunnen am hauptmarkt.

leicht angespannt fuhr ich mit den startutensilien incl. teilnehmertrikot durch den kalchreuther- und dormitzer forst zurück. alle vorbereitung zu meinem ersten rundstreckenrennen waren komplett abgeschlossen.

das radrennen:

start in nürnberg am hauptmarkt um 10.30 uhr.
um 8.47 uhr saß ich auf dem rennrad richtung nürnberg. nach dormitz standen schon die ersten polizeifahrzeuge zur verkehrsregelung. ich grüßte und winkte. im dormitzer forst traf ich auf einen jüngeren radkollegen. wir hatten beide das selbe vor und unterhielten uns recht gut während der warmfahrt. als wir am startplatz ankamen hingen einige dicke wolken über dem starterfeld (ca. 1200 teinehmer). ein hitzeproblem stand nicht bevor.
mein persönliches ziel: nicht letzter werden und vor allem nicht vom besenwagen aus dem rennen nehmen lassen!

am startplatz dicke regenwolken über den startern am rennsonntag.

der rennstart ist relativ gemütlich, nach dem startschuss ging es ca. 4km neutralisiert durch die nordstadt bis nach erlenstegen. das eigentliche rennen begann dann mit der zeitnahme auf der b 14. die ersten kilometer waren flach bis behringersdorf. in der ortsmitte ging es links ab richtung norden, der erste von vielen anstiegen kam.

Bergwertung die bergwertung in oberrüsselbach.

die fränkische schweiz ist bei den radsportlern für ihr ständiges steiles bergauf und bergab bekannt! das hört nie auf. 14% steigung sind keine seltenheit!
ich kannte jeden meter der gesamten strecke und konnte mir meine kräfte gut einteilen.

in oberrüsselbach (km 30) wurde die bergwertung abgenommen. dort gab es für mich nichts zu gewinnen! ruhig hinauf. es kamen noch genügend anstiege und die strecke war auch noch lang.

auf dem kirchenberg bei oberrüsselbach wartete mein radkollege achim auf den besenwagen. er fuhr diesem dann bis neunkirchen hinterher. auch eine sehr interessante perspektive auf ein radrennen.

das rennen hatte ich mir in drei abschnitte eingeteilt, erster teil bis kurz nach der bergwertung km 32, zweiter teil auf dem vorletzten anstieg km 75, dem rödlaser berg (bekannt in unserer radregion), und dem schluss.

ich wollte natürlich möglichst gleichmäßig durchkommen.
ab gräfenberg kannte ich den ein oder anderen zuschauer an der strecke und wurde von ihnen persönlich angefeuert. das tat richtig gut denn ab da machten sich meine oberschenkel mit leichten krämpfen bemerkbar, zu wenig getrunken! anfängerfehler?

am rödlaser gipfel stoppte ich meine zwischenzeit: 15 - 20 min hatte ich gut! respekt! jetzt steil hinab nach neunkirchen. dort wartete meine familie und etliche bekannte am straßenrand! meine frau hatte leider meine volle trinkflasche vergessen. ich hätte das wasser dringend gebraucht.

in neunkirchen war das radrennen für mich positiv gelaufen. ich lag sehr gut in der zeit und der letzte anstieg nach kalchreuth war kein großer brocken mehr. ab kalchreuth nahm ich den druck aus meinen pedalen, es ging nur noch leicht bergab durch den reichswald bis neunhof. ich suchte mir gezielt windschatten auf diesen letzten kilometern und gab den jüngeren, netten radsportlern vor mir freundlich zu verstehen, dass ich jetzt nur noch mitrollen wollte. das wurde genehmigt. jedoch musste ich die gruppe am burgberg dann doch ziehen lassen. so radelte ich auf dem stadtring dann nicht mehr ganz so sportlich zum ziel am opernplatz.

Teilnehmermedaille

geschafft! kein defekt und ohne sturz!

im zielbereich erhielt jeder finisher zuerst seine medaille und danach es gab ausreichend verpflegung von sehr freundlichen leuten. es wurde ein zielfoto gemacht.
mein radkollege wolfgang ist mit seinem rad nachgekommen um mich abzuholen. wir fuhren dann gemeinsam über erlangen - kein berg mehr - zurück nach neunkirchen. leider bei strömendem regen.


mein fazit:

mit meiner fahrzeit, knapp unter vier stunden, und der platzierung im fahrerfeld unter den besten im letzten drittel war ich voll zufrieden. das vorbereitungstraining hatte sich gelohnt, kein besenwagen weit und breit!

das wetter war ebenfalls radfreundlich, es hatte zwar geregnet aber dafür war die temperatur sehr angenehm. bei sonnenschein hätte es vielleicht mehr zuschauer am streckenrand gegeben, das war schade.

aber es war ein sehr tolles radsporterlebnis. die sportliche herausvorderung war für mich groß. ich konnte das radrennen jedoch gut bewältigen.
das erlebnis an einem radrennen direkt vor der haustür teilzunehmen war ebenfalls einmalig. ebenso auf autofreien, abgesperrten straßen in der "fränkischen" mit vielen gleichgesinnten unterwegs zu sein, das war einfach klasse.

meine teilnahme hatte sich gelohnt!

april 2022, h. czeslick
Logo Jedermannrennen Tour - Plakate die hinweistafeln entlang der strecke, dazwischen das trikot für die teilnehmer mit medaille.

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